Konzert 2018

Wohlklang – englische Chormusik

Flyer: Zuger Singkreis_Konzert_201

Werke englische Chormusik
Der Chor wird in diesen Werken durch die Orgel und Bläser begleitet.

 

Mawby, Colin (*1936)

Missa „Deo gratias“
Anlässlich seines 80. Geburtstages im Mai 2016 und als Akt der Danksagung für ein langes und erfülltes Leben komponierte Colin Mawby diese Messe und verlieh ihr den programmatischen Titel „Deo gratias“. Auch dieses neue Werk zeigt bestens einige markante Merkmale seines Personalstils: Reminiszenzen an gregorianische Choralmelodien, eine farbige, kontrastreiche Harmonik sowie eine vitale Rhythmik. Dabei vermeiden die technischen Ansprüche an den Chor bewusst Extreme: Chöre, die Mawbys Musik kennen und schätzen, werden keine Probleme haben, diese Messe umzusetzen und singend dem Wunsch des Komponisten zu entsprechen, mit ihm in das dankende Lob Gottes einzustimmen.

Salve Regina
Das „Salve Regina“ scheint viele Komponisten zu besonders klangschönen Schöpfungen zu inspirieren. So auch im Fall von Colin Mawby: In dieser Komposition gelingt ihm ein ruhiger und klangvoller Satz voller harmonischer Schönheiten. Immer wieder schimmern dabei bekannte Motive der choralen Vorlage durch. Eine eindrucksvolle Synthese aus „alt“ und „neu“ zum Lobe der Gottesmutter!

Jones, Robert W. (*1945)

Gelobt sei Gott – Let all the world in every corner sing
Wer bereits Stücke von Robert Jones aufgeführt hat, weiss: Klangpracht, Schwierigkeitsgrad und Probenaufwand stehen bei seinen Kompositionen in einem geradezu idealen Verhältnis zueinander. Jones’ neuestes Werk, eine energiegeladene und schwungvolle Lobmotette, macht hiervon keine Ausnahme. Die Tempoanweisung „Giubilo“ ist Programm: Text und Gesang vereinen sich zu einem jubelnden, universal einsetzbaren Lobpreis des Schöpfers, die Orgel steuert fanfarenhafte Einwürfe und berückende Harmoniefolgen bei. Diese Musik erhebt tatsächlich die Herzen der Sänger und Zuhörer „zum Vater himmelwärts!“, wie es im Chortext heisst. Mit deutschem und englischem Text.

Der Herr ist mein Hirte – The Lord is my shepherd Psalm 23
Dieses Chorstück zeigt den walisischen Komponisten von seiner kontemplativen Seite. Das musikalische Geschehen, das sich aus einer aparten Linienführung und einer romantischen Harmonik speist, wird von einem runden „englischen“ Wohlklang grundiert. Dabei wird der Chor mit dieser ganzjährig gebräuchlichen Motette technisch nicht überfordert. Mit deutschem und englischem Text. „Der in der Liturgie gerne verwendete 23. Psalm ist hier neu und erfrischend, beinahe „chorwurm-verdächtig“ umgesetzt, ohne Gefahr zu laufen, sich rasch abzunutzen. Jones trägt einem durchschnittlichen Laienchor-Niveau Rechnung. Für die kirchenmusikalische Praxis wie geschaffen.“ [Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg 12/2012] „Der Psalm ist durch den geschickten Einsatz der Orgel sehr wirkungsvoll vertont. Durch eingängige melodische Führung und mehrere eingeschobene Unisono-Passagen ist das Stück auch für kleinere Chöre sehr gut geeignet.“

Ave verum corpus
Seit Mozart stellt das Ave verum alle Komponisten vor die Aufgabe, den bildreichen eucharistischen Text in knapper Form, aber prägnant und eindringlich zu vertonen. In „seinem“ Ave verum stellt Jones den vornehmen, melodischen Verlauf und den subtil gestalteten Vokal- und Orgelsatz in den Dienst einer vertrauensvollen, das Erbarmen des Herrn anrufenden Stimmung. „Dieses klanglich reizvolle Werk ist für Laienchöre durch die angenehme Melodieführung und einen nicht zu großen Stimmumfang gut zu bewältigen. Diese Komposition ist eine schöne Alternative zu anderen, gerne gesungenen Werken gleichen Textes.

Groß und wunderbar – Great and marvellous Offenbarung 15,3b.4
Das Loblied der Gerechten aus der Offenbarung des Johannes hat sich Robert Jones zur Textvorlage seiner neuen Motette genommen: Hymnisch wird darin die Größe und Herrlichkeit Gottes besungen, und der Komponist setzt diesen Grundcharakter entsprechend klangvoll um. Nicht nur die Sänger werden die elegante Melodieführung geniessen, auch der Zuhörer wird von den ersten majestätischen Takten an bereits gefangen genommen sein.